06.02.2012 11:18 Alter: 3 Jahre
Kategorie: NEWS

Welt-Krebstag 2012: Erkrankungen nehmen zu


Am 4.2. war Welt-Krebstag 2012. Unter dem Motto "Together it is possible!" sollen Bevölkerung und Verantwortliche weltweit zu mehr Aktivitäten im Kampf gegen bösartige Erkrankungen mobilisiert werden.

Nach den Herz-Kreislaufleiden (48 Prozent der Todesfälle) steht Krebs (21 Prozent) bereits an zweiter Stelle der Todesursachen weltweit. Auf der Basis des Jahres 2008 gab es weltweit 12,7 Millionen Krebs-Neudiagnosen - bei 7,6 Millionen Todesopfern. Für das Jahr 2030 werden weltweit bereits 21,4 Millionen Krebserkrankungen und 13,2 Millionen Todesfälle vorhergesagt.

In Österreich wird die Diagnose Krebs jährlich bei rund 38.000 Menschen gestellt. Es gibt 19.000 Todesfälle durch solche Erkrankungen - ein Viertel aller Sterbefälle. Zwischen 1999 und 2009 ging die Neuerkrankungsrate aber bei den Männern um 13 Prozent und bei den Frauen um sechs Prozent zurück. Die Sterberate verringerte sich um 15 bzw. zwölf Prozent. Durch die besseren Therapien aber leben immer mehr Menschen mit solchen Leiden. Am heutigen Welt-Krebstag findet in Wien im Rathaus auch der Wiener Krebstag (11.00 Uhr bis 17.00 Uhr) statt. Veranstaltet wird der Informationstag von der Initiative "Leben mit Krebs" (http://www.leben-mit-krebs.at).

Knapp ein Drittel der Krebserkrankungen könnten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch eine Änderung des Lebenswandels verhindert werden. 71 Prozent aller Lungenkrebs-Todesfälle seien auf das Rauchen zurückzuführen, erklärte die WHO. Der Tabakkonsum sei als Verursacher von 22 Prozent aller tödlichen Krebserkrankungen der größte einzelne Risikofaktor.

Frauen rät die WHO zu einer Impfung gegen Papilloma-Viren, die Gebärmutterhalskrebs hervorrufen können. Auch der Sonnenschutz zählt demnach zu den menschlich beeinflussbaren Faktoren, da zu starke Bestrahlung das Hautkrebsrisiko erhöht.

Die letzten weltweit verfügbaren Statistiken verzeichnen für 2008 insgesamt 7,6 Millionen Krebstote weltweit - an der Spitze lagen Lungen-, Magen-, Leber-, Dickdarm- und Brustkrebs. Die Zahl der Krebstoten wird nach Einschätzung der WHO weiter steigen und im Jahr 2030 bei 13,1 Millionen weltweit liegen.

Quelle: ots.at