26.01.2012 16:01 Alter: 2 Jahre
Kategorie: NEWS

Kampf gegen Augenerkrankungen


Das Ziel der ersten Studien, Erkrankungen des menschlichen Auges mit Stammzellen zu behandeln, ist vielversprechend. Gesunde, noch nicht ausgereifte Zellen eines menschlichen Embryos werden dazu gebracht, sich zu den Zellen zu entwickeln, die den hinteren Teil des Auges auskleiden.

Experten hoffen, dass die Injektion dieser Zellen bei Menschen die Sehkraft wiederherstellen kann, die an derzeit unheilbaren Krankheiten, wie Morbus Stargardt, leiden. Dabei handelt es sich um eine der häufigsten Ursachen für das Erblinden von jungen Menschen.

Forscher von Advanced Cell Technology und des Jules Stein Eye Institute an der University of California berichten erstmals über ihre Erfahrungen mit diesem Behandlungsansatz. An der Studie nahmen eine über 70 Jahre alte Patientin mit trockener altersabhängiger Makuladegeneration und eine über 50 Jahre alte Patientin mit Morbus Stargardt teil. Beide verfügten über sehr schlechtes Sehvermögen und galten als blind. Beide Frauen erhielten in eines der erkrankten Augen eine Injektion mit 50.000 Zellen des retinalen Pigmentepithels.

Nach dem Eingriff zeigte sich, dass sich die Zellen wie erhofft mit dem Auge verbunden hatten. Obwohl diese Studie nicht darauf ausgelegt war zu überprüfen, ob das Verfahren wirklich funktioniert, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die ersten Ergebnisse nahelegen, dass sich das Sehvermögen der Patientinnen leicht verbessert hat. Für sichere Schlussfolgerungen ist es jedoch noch zu früh. Es werde noch Jahre weiterer Forschung brauchen, um nachzuweisen, dass dieses Verfahren sicher und wirksam ist .

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