01.12.2011 00:01 Alter: 3 Jahre
Autor:  Johannes Fischer

"Ich warne vor den Scharlatanen!"

Gesundheitspapst Hademar Bankhofer über Rosi, Resi und Fanny, die ihn täglich fit halten, über Ferry Dusika, Willi Dungl und Franz Kardinal König, und warum dunkle Schokolade so gesund ist.


Herr Professor Bankhofer, was sehen Sie, wenn Sie in den Spiegel schauen?

Reiche, lange Jahre Erfahrung (lacht) und dass es in unserem Leben wichtig ist, dass man, wenn man aufwacht in der Früh, was g’spürt. Dann weiß man, dass man am Leben ist! Anschließend ist das eine tolle Motivation für die Gymnastikübungen!


Was genau raten Sie da unseren Lesern?

Zuerst einmal im Bett liegen bleiben, dehnen und strecken – ganz wichtig! Und dann: rechter Fuß hinauf, linker Fuß hinauf, dann die Arme. Und dann neben dem Bett hundertmal mit den Zehenspitzen auf und ab wippen – Kleinigkeiten eigentlich, aber sehr wirkungsvoll!

 

Wie wichtig ist für Sie das Frühstück?

Die wichtigste Mahlzeit am Tag! Man kann mit gutem Gewissen in der Früh essen, was man will – aber eben nur in der Früh! Gefährlich wird’s ab Nachmittag!

 

Wann kann man dann richtig essen?

Mittags ist Salatzeit bei mir, von da ab muss man dann aber aufpassen. Abends gedämpftes Gemüse, Fisch und Ähnliches.


Der frühere Bundespräsident Thomas Klestil hat doch „Dinner- Cancelling“ recht populär gemacht, ist das auch wirklich gesund?

Viele Ernährungswissenschaftlersagen, zweimal in der Woche das Abendessen streichen reicht schon. Ab 16 Uhr nichts mehr essen, viel trinken! Kardinal König hat ja immer Johanniskrauttee getrunken, der belebt die Seele und ist gesund.

 

Wie halten Sie sich fit?

Ganz einfach. Ich hab von meinem Großvater einen sehr großen Garten geerbt und in diesem Garten hab ich drei Ziegen.

 

Ziegen?

Die heißen Rosi, Resi und Fanny, sind in einem Stall zu Hause und halten mich auf Trab, wann immer ich im Garten bin….


Sie sind seit vielen Jahrzehnten Gesundheitsjournalist, haben geschrieben, Filme gemacht, Moderationen in fast allen Fernsehstationen, wurden auch sehr oft als Mister Gesundheit bezeichnet…

…aber ich hab mich nie selbst so bezeichnet! Irgendein Medium hat das mal geschrieben und ich hab mich natürlich nicht gewehrt dagegen (schmunzelt). Und ich hab auch keine Entgegnung geschrieben…


Einer ihrer ersten Förderer war Ferry Dusika, Radrennweltmeister aus Österreich. Wie kam es dazu?

Das war einer der ersten Spitzensportler, der für den Nachwuchs ausgeklügelte Ernährungsprogramme zusammengestellt hat. Dieser Mann war regelmäßig in ORF-Sendungen und hat Ernährungstipps gegeben.


Und wie sind Sie zu ihm gekommen?

Durch den Helmut Zilk, damals Fernsehdirektor. Ich hatte gerade ein Drehbuch für den ORF geschrieben, so kam ich zu Zilk. Zilk sagte mir: „Ich kenn da wen, der weiß viel über die Gesundheit, aber der kann nicht schreiben.“ Und das war Ferry Dusika. Ich habe mich schon immer für die Gesundheitsthemen interessiert. Ich hab Dusika dann getroff en und war fasziniert von diesem Spitzensportler. So kam es zu einem Buch für die Kronenzeitung mit dem Titel: Dicke essen zu wenig! Dusika wollte einfach den Menschen sagen: „Leitln, ihr esst‘s das Falsche.“ Ich hab das Buch als Ghostwriter geschrieben – das war der Beginn einer langen Zusammenarbeit. An seinem Totenbett hat er mir seine ganze Bibliothek vermacht und ich hab ihm später eine Reihe meiner Bücher gewidmet. ...

 

 

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