27.09.2011 10:36 Alter: 3 Jahre
Kategorie: NEWS

Baby-Schmerzmittel: Stillen, Trösten, Hautkontakt


Blähungen, Impfungen oder Untersuchungen sind für Neugeborene schon in den ersten Lebenstagen häufig der Auslöser für heftige Schmerzimpulse. Je jünger sie sind, desto intensiver nehmen sie diese wahr, wobei besonders Frühchen sehr empfindlich sind. Medikamente sind in den ersten Lebenstagen noch kaum einsetzbar. Stillen, Schnuller, Massage oder Körperkontakt sind jedoch erstaunlich gute Schmerzlinderer, berichten Forscher am Europäischen Schmerzkongress efic.org in Hamburg.


Frühe Schmerzimpulse können die noch nicht ausgereifte Schmerzhemmung prägen, lebenslang überempfindlich machen und auch zu chronischen Schmerzen führen. So haben Jugendliche, die als Säuglinge operiert werden mussten, ein deutlich verändertes Schmerzmuster. Kurzfristige Reize spüren sie zwar zunächst weniger, bei Wiederholung sind sie jedoch deutlich schmerzsensibler, ähnlich wie chronische Schmerzpatienten.