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Gesundheitsminister Stöger erneuert Mutter-Kind-Pass PDF Drucken E-Mail

Novelle bringt zusätzlichen Untersuchungen ab 1. 1. 2010

Im Auftrag von Gesundheitsminister Alois Stöger wurde der Mutter-Kind-Pass erneuert und um drei zusätzliche Untersuchungen ergänzt, die ab 1. Jänner 2010 durchgeführt werden. Bei den neuen medizinischen Leistungen handelt es sich um eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft, einen HIV-Test und einen Zuckerbelastungstest. Beibehalten werden die interne Untersuchung sowie die unterschiedlichen Laboruntersuchungen der werdenden Mutter.

Der HIV-Test ermöglicht eine etwaige rechtzeitige Behandlung der werdenden Mutter und schützt das ungeborene Kind vor einer Ansteckung. Der Zuckerbelastungstest - gemacht wird ein standardisierter oraler Glucosetoleranztest - dient zur Früherkennung der sogenannten Schwangerschaftsdiabetes, die bei etwa 5 bis 10 Prozent der Schwangeren auftritt. Und auch die zusätzliche Ultraschalluntersuchung zwischen der 8. und der 12. Schwangerschaftswoche wird medizinisch empfohlen. Die entsprechende Novelle wurde vom Gesundheitsminister Stöger bereits unterzeichnet.

Die Änderungen treten ab 1. Jänner 2010 in Kraft.

 
Rituale - Leben zwischen Freiheit und Ordnung PDF Drucken E-Mail
ritualSie müssen nicht die Initiationsriten von Naturvölkern beobachten. Es genügt schon ein Blick in heimische Kinderzimmer, um Zeuge eines Rituals zu werden.

Mama, bitte nur acht Seiten!“, bettelt Lotti ihre Mutter an und bringt ihr das Bilderbuch. Die Gute-Nacht-Geschichte muss sein. Abend für Abend lauscht die Vierjährige im Bett wie die Geschichte wohl weiter geht – genau acht Seiten lang. Dann zieht sie ihre Söckchen aus und schläft nach einem Gute-Nacht-Busserl ruhig ein. Ein abendliches Ritual, das sich zwischen Mutter und Tochter entwickelt hat.

Was Rituale bieten

„Rituale sind Handlungen, die stets in einem bestimmten Rhythmus wiederkehren und einen tieferen Sinn haben“, erklärt die Entwicklungspsychologin Dr. Waltraut Hartmann. Sie geben Kleinkindern Sicherheit, Halt und sind eine Orientierungshilfe und Stütze im Tagesablauf. Die Kleinen wissen „wie es war, wird es immer sein“. Beim Schlafengehen erleichtern Rituale den Übergang von der realen Welt in die Traumwelt, verweist Dr. Hartmann auf den englischen Kinderarzt und Psychoanalytiker D. W. Winnicott (1896 bis 1972), der in diesem Zusammenhang von Übergangsobjekten spricht – ein Bilderbuch, ein Kuschelpolster, ein Stofftier. Diese erleichtern durch ihre magische Kraft das Hinübergleiten in den Schlaf. Kleinkinder haben dann die Gewissheit „wenn das Stofftier bei mir ist, dann geht es mir gut, dann bin ich in Sicherheit“. Beinahe gleichzeitig treten sogenannte Übergangsphänomene auf, das sind erzählte Geschichten, Lieder oder eine Spieluhr, mit deren Hilfe sie in einen illusionären Zwischenbereich gleiten. In dem sind die innere und äußere Realität nicht mehr getrennt. Winnicott vertrat gar die Ansicht, dass der Bewusstseinszustand zwischen Wach- und Schlafphase – der so genannte „illusionäre Zwischenbereich“ – zu Kunst, wie Literatur, Musik, Malerei und anderen kulturellen Phänomenen führen kann. In der Schlafforschung kennt man diese Phase als Alpha-Zustand.
Mehr darüber lesen Sie in Ausgabe 12/2009!
 
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